Zum Welttoilettentag: Ein Hoch auf das stille Örtchen!

2,5 Milliarden Menschen auf dieser Welt fehlt es an funktionierenden, sicheren Toiletten. Darunter leidet ihre Gesundheit und damit letztlich auch ihre Entwicklung. Mit dem heutigen Welttoilettentag will man das Thema breiter bekannt und auf die gravierenden Missstände aufmerksam machen.

Wie sehr das nötig ist, soll eine kleine Geschichte von einer unserer Reisen aufzeigen: Wir waren gerade zu Besuch bei der Primarschule Nadon in Südlaos, als mich ein dringendes Bedürfnis plagte. Also fragte ich den Schuldirektor höflich nach der Toilette. Da ich wusste, dass in dem lottrigen alten Bau keine Toilette gab, deutete ich Richtung des Neubaus. Diesen hatte eine vietnamesische Firma bezahlt, er war noch nicht einmal in Betrieb, so neu war das Gebäude.

Doch der Schuldirektor wies mich nur in Richtung Büsche hinter dem alten Schultrakt. Ob ich denn nicht besser die Toilette im Neubau benützen würde, wollte ich wissen. Darauf senkte der Direktor leicht beschämt den Kopf und erzählte, dass es in dem Neubau leider keine Toilette gäbe. Eine solche sei bei der edlen Bauherrschaft auf dem Nachbarland schlicht nicht vorgesehen gewesen. Und so verrichten die Primarschüler in Nadon auch heute noch ihre Notdurft in den Büschen hinter der Schule. Das Hygiene-Plakat hoch über einer Türe im alten Schulhaus wirkt da wie blanker Hohn.

Mehr zum Thema findet sich in diesem Artikel zum Welttoilettentag 2012 in der Neuen Zürcher Zeitung.

Mit der Problematik, wenngleich in Kambodscha, beschäftigt sich übrigens auch eines unserer Projekte: RDI-C

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