DER ASIATISCHE ELEFANT BRAUCHT EINE ZUKUNFT

Die Jobaussichten für domestizierte asiatische Elefanten sind überschaubar: Entweder werden Sie in der Holzindustrie eingesetzt oder im Tourismus. So oder so sollten die in ihren Beständen arg bedrohten Tiere mit höchsten Standards geschützt werden. Dass dies oft nicht der Fall ist, zeigen die dickhäutigen Patienten, die im oder durch das Elephant Hospital Sayaboury behandelt werden müssen.

Laos, das früher Lane Xang (das "Land der Million Elefanten") genannt wurde, ist eines der letzten natürlichen Habitate für den asiatischen Elefanten. Aktuell leben hier noch geschätzt weniger als 1000 Tiere , davon rund je die Hälfte wild im Dschungel und domestiziert. Doch wie in allen anderen asiatischen Ländern sind die Tiere durch die sich ausbreitende Zivilisation und Landwirtschaft und daher durch den Verlust ihres Lebensraumes (Regenwald) bedroht. Zu Beginn des Jahrtausends wurde die Zahl noch mit 2000 Tieren insgesamt angegeben.

Die domestizierten Elefanten in Laos werden traditionellerweise vor allem in der Holzwirtschaft beschäftigt – eine gefährliche und anstrengende Arbeit. Dass nun genau dieser Einsatz als so genannte Logging-Elefanten auch in Laos mehr und mehr zurückgeht, ist einerseits erfreulich im Sinne der Elefanten. Auf der anderen Seite dann aber eben doch nicht. Denn wenn Elefanten nicht mehr arbeiten, verlieren deren Besitzer ihre Lebensgrundlage und sie sind gezwungen, neue Wege der Beschäftigung ihrer Elefanten sowie für die Erzielung eines Einkommens zu finden. Der Tourismus bietet hier viele Möglichkeiten, doch dieser kann für die Gesundheit der Elefanten mitunter schädigender sein als der Einsatz als Arbeitselefant in der Holzindustrie.

Die französische Organisation Elefantasia (gegründet 2001) hat es sich zum Ziel gesetzt, den asiatischen Elefanten zu schützen. Dies geschieht auf vielseitige Weise:

  • Ökotourismus - eine nachhaltige Zukunft für Mahouts
    Ein Rückgang in der Logging-Industrie bedroht Elefanten und deren Führer (Mahouts) gleichermassen. Mahouts müssen deshalb neue nachhaltige Wege finden, ihre Elefanten zu beschäftigen – andernfalls werden die Tiere verkauft. Eine grosse Chance bietet sich im (auch in Laos) aufblühenden Ökotourismus. Das sichert dem Mahout ein Einkommen und dem Elefanten ein weniger beschwerliches Leben.
  • Fürsorge und Pflege – stationär und ambulant
    Das von Elefantasia gegründete Elephant Hospital in Sayaboury pflegt Elefanten nicht nur stationär, sondern auch quer durchs Land mit einer mobilen Einsatzeinheit. Gleichzeitig trainiert das Team von Elefantasia Mahouts in der sorgfältigen, artgerechten Haltung ihrer Elefanten.
  • Aufklärung und Bewusstseinsbildung
    Auch in Bezug auf Elefanten gilt: Bildung ist der Schlüssel! Elefantasia hat erfolgreich öffentliche Kampagnen lanciert, die das Bewusstsein um den Schutz des laotischen Elefanten gesteigert haben und noch steigern werden.

Unsere langjährige Begeisterung für den asiatischen Elefanten hat mit unseren Begegnungen mit den Dickhäutern im Elephant Conservation Center in Sayaboury in den letzten Jahren eine komplett neue Dimension erfahren. Wir unterstützen Elefantasia voll und ganz sowohl im Bestreben, diese wunderbaren Geschöpfe zu schützen und zu bewahren wie auch konkret durch die finanzielle Unterstützung des Elephant Hospitals. Nebst dieser pragmatischen Unterstützung möchten auch wir das Bewusstsein für eine würdige Tierhaltung von domestizierten Elefanten steigern. Denn dass es darum längst nicht überall zum Besten bestellt ist, davon legen zahlreiche Elephant Camps in Südostasien täglich Zeugnis ab.

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