Hilfe für Joumban und Mae Seang

Das Elephant Conservation Center hat erneut Zuwachs bekommen. Zwei Elefanten, welche im goldenen Dreieck durch das Verhandlungsgeschick und die Grosszügigkeit des Umweltjournalisten Karl Ammann und seinem Umfeld befreit werden konnten, leben jetzt in Xayaboury. Hilf jetzt mit einer Spende dem Elephant Conservation Center, die laufenden Kosten für die Tiere zu tragen.


«[Der laotische Ort] Boten ist ein trostloser Außenposten im Goldenen Dreieck an der Grenze zu China, und der grösste Teil davon ist eine "Sonderwirtschaftszone" im Rahmen einer 99-jährigen Pacht an die Chinesen, was bedeutet, dass China hier ziemlich frei regiert. Hier werden Elefanten aus Laos heraus gehandelt, entweder auf einem geheimen Pfad oder verdeckt über die Grenze per Lastwagen.

Boten war auch die Heimat von zwei Elefanten, Joumban und Mae Seang, einem 34-jährigen Männchen bzw. einem 32-jährigen Weibchen. Die meiste Zeit verbrachten sie auf dem Parkplatz hinter einem neonbeleuchteten Platz namens Club Excellente.

Bei Sonnenuntergang kommen mehr und mehr Reisebusse mit chinesischen Touristen mittleren Alters auf dem an. Sie werden von einem Team transsexueller Tänzer (alias "Lady Boys") in Ballkleidern, Bikinis und High Heels empfangen. Techno-Pop schwirrt über den Parkplatz, und jeder posiert mit den Lady Boys und den Elefanten für sich.

Später in der Nacht, nach Abschluss der Drag-Show im Club, strömen die Touristen und Darsteller auf den Parkplatz, tanzen und singen in Conga-Linien um ein riesiges Lagerfeuer, die Musik ertönt immer noch. Das geht stundenlang weiter, bis die letzten Touristen in die Busse taumeln und wegfahren.

Dieses gleiche Szenario entfaltet sich jeden Tag und jede Nacht.

Während der ganzen Zeit standen Joumban und Mae Seang dort, angekettet an den Bürgersteig, kaum mehr als bullige Hintergrundrequisiten. In der Nacht, als ich dort war, sah ich zu, wie Mae Seang sich Joumban näherte und ihren Rüssel um seinen wickelte. Sie standen dicht beieinander und kuschelten sich, als das menschliche Chaos um sie herumwirbelte. Sie erkundeten leise die Münder, Ohren und Augen des anderen mit ihren Rüsseln.

Ich habe keine Ahnung, was das bedeutet. Ich will die Tiere nicht vermenschlichen. Aber in diesem Moment schien es mir ziemlich klar zu sein, dass asiatische Elefanten nicht dazu bestimmt sind, auf Parkplätzen hinter Drag Show Clubs zu leben. Sie sind Kreaturen des Waldes, die dazu bestimmt sind, frei und weit zu wandern. Ich glaube nicht, dass es weit hergeholt ist anzunehmen, dass Joumban und Mae Seang sich gegenseitig ein wenig Trost in dieser verwirrenden Höllenlandschaft boten, jeder von ihnen spürte, dass der jeweils andere alles ist, was sie haben.»

(Karl Ammann, Umweltjournalist)

Hilf jetzt Joumban und Mae Seang

Dank der finanziellen Unterstützung von Karl und Katherine Ammann und ihren Freunden und intensiver Verhandlungen mit den derzeitigen Eigentümern ist es gelungen, die Rettung von Joumban und Mae Seang zu sichern. Das Elephant Conservation Center hat sie in ihrem neuen Zuhause willkommen geheissen, wo sie den Rest ihres Lebens verbringen werden und unter Umständensogar in das geschützte Reservat Nam Pouy entlassen werden, wenn sie es schaffen, sich mit anderen Elefanten zu verbinden.

Das Elephant Conservation Center und seine Partner-NGO "Des Eléphants et Des Hommes" (Frankreich) benötigen unsere Hilfe, um die für ihre Quarantäne, Nahrung, Medikamente und die Löhne der Mahouts (Elefantenführer), die für sie zuständig sein werden, benötigten Mittel zu sichern.

  • Veterinärkontrollbesuch: 800 €
  • Verwaltung (Transportdokumente / Elefantenausweise / Eigentumsbescheinigungen): 1 200 €
  • Quarantäne & Tierarztbehandlung (4 Wochen): 250 €
  • Mahouts Gehälter (2 Jahre x 2 Mahouts): 11 300 €
  • Mahouts Versicherung (2 Jahre x 2 Mahouts): 700 €
  • Mahouts Essen & Unterkunft (2 Jahre): 7 200 €
  • Elefantenfutter (Nahrungsergänzungsmittel - 2 Jahre): 550 €
  • Elefantenmedizin (2 Jahre): 850 €

GESAMT: 22 850 €.

Dies ist eine einzigartige Gelegenheit, diesen misshandelten asiatischen Elefanten deine Unterstützung zu zeigen und deine Besorgnis über die unnachgiebigen Bedingungen zum Ausdruck zu bringen, unter denen Elefanten an solchen Orten gehalten werden.

Das Elephant Conservation Center und Des Eléphants et Des Hommes werden ihre Besorgnis gegenüber den laotischen Behörden über den anhaltenden Handel mit lebenden asiatischen Elefanten, der in Boten stattfindet, offiziell zum Ausdruck bringen. Aber im Moment müssen wir die Zukunft dieser beiden sichern.

Vielen Dank für deine Hilfe.

Spenden via basmati (steuerbefreit für Spenden aus der Schweiz)

Mehr über das ECC

Spenden via GoFundMe

 

Für alle, die noch mehr über diese Geschichte und das Thema lesen möchten:

I Bought an Elephant to Find Out How to Save Them (Paul Kvinta)

Illicit wildlife trade uncovered as dozens of Laotian elephants illegally sold to Chinese zoos, filmmaker claims (The Guardian)

Wildlife In Sights: Pressures On Iconic Tiger, Elephant Draws Media Attention To Challenges Facing Laos (The Laotian Times)

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